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Eine Neuseeland-Reise und das Leben danach

Archiv für die Kategorie ‘Menschen’

Business-Gesichter

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Eine Veranstaltung wo jeder so sein durfte wie er war aber wo letztlich jeder es geschafft hat, dem anderen etwas vorzumachen. IBM, GE, Nokia, DHL, Deutsche Bank, Allianz, Axel Springer, Google, SAP, Vodafone, Telekom, Dell… und so viele mehr … Alle waren sie da. Und alle hatten die gleiche Aussage … nur in andere Worte verpackt … bei uns kannst du Karriere machen. Wir suchen genau dich. Doch egal, ob sie das ehrlich meinten oder nicht. Das was sie gesucht haben, waren Klischeedarsteller im Businesslook. So kam es mir vor. Das teuerste Hemd zählt. Wie simuliert breitschultrig kannst du sein?

Das gestellte Lächeln, die auf den Punkt perfekt gebräunten Gesichter, die immer gleichen Gesprächsfetzen, die durch den riesigen Saal fliegen. Die Aufsteller mit den Models und flachen Sprüchen. Die Recruiting-Abteilung. Die Marketing-Leute. Die billigen Selbstvermarkter in den Vortragsräumen. Das völlig übertriebene Hotel. Das auf maximal erreichbare Freundlichkeit getrimmte Personal. All das war heute hier …

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat jeder hier nur gespielt und dem jeweiligen Gegenüber etwas vorgemacht – dann will ich mit euch nichts zu tun haben. Oder ihr seid tatsächlich solche Menschen – dann will ich erst recht nichts mit euch zu tun haben.

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Geschrieben von Christoph

Juni 9th, 2012 at 7:50 pm

Veröffentlicht unter Gedanken,Menschen

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Tue Gutes und rede darüber…

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Ich weiß dass das nicht allzu beliebt bei manchen Menschen ist, aber ich mache es trotzdem.

Ich tue etwas Gutes und ich werde darüber reden. Und zwar über folgendes:

Ein Abend im Casino. Das darf und soll man nie machen! Ich habe es trotzdem getan. Das erste mal in meinem 24-jährigem Leben. Roulette? Zu ungenau. Black Jack? Ich nehm‘ die Nutten! (<- Danke Bender) Poker? Joar … warum eigentlich nicht. Das kannst du wenigstens einigermaßen.

Sit’n’Go cash table – 100$ Buy-in. „Okay. 100$. Nicht mehr … Mr. Fullman! Nicht einen CENT mehr für Spiele!“.

Nach einer halben Stunde und zwei gespielten Händen. 260$. Nicht schlecht. Die Twitter-Antwort-auf-Frage: „Ich sollte jetzt aufhören.“

Hab’s nicht getan. 4 Bourbon-Cola und ein paar Spieler mit Re-buys … manche auch gerne mal mit 200$ … später: Ich sitze alleine am Tisch. Alle gegangen. Okay, nur der Dealer saß noch da. Er griff nach dem Geld und wechselte eifrig die Chips. Ein 500$ Chip flog auf meinen Platz. Am Schluss hatte ich: 726$. Abzüglich der 100$ Buy-in sind das 626 Kiwi-Dollar! „w000t?“ …

Ich fühlte mich … super. Meine Herren war das toll. Meine Herren. Mein verdammten, verfluchten, verf*ckten HERREN war das geil.

Zwei Minuten später. Ich stand auf dem Casino-Balkon. Und dachte nach. Was habe ich hier gerade getan? 100$ durch Zufall in 3 Stunden zu 726$ verwandelt. „Machste dit jetzt öfters Volli?“ schoss mir durch den Kopf. Danach: „Nein, dit machste net. Du  machst jetzt mal wat für den Rest… wird mal wieder Zeit“.

Dieses Geld geht komplett an die NZAF, die New Zealand AIDS Foundation. Diese Organisation hilft nicht nur Menschen, die HIV-infiziert sind oder AIDS haben. Diese Gruppe sorgt auch dafür, dass jeder in Neuseeland einen kostenlosen Test auf HIV, Syphillis und Hepatitis C bekommt. So oft er will und es braucht. Auch ich habe diesen Test hier schon gemacht. Warum das so wichtig ist? Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie infiziert sind. Sie leben weiter und stecken andere an. Nicht aus böser Absicht. Sondern, weil sie sich nicht haben testen lassen.

Diese Organisation macht sog. FAST-Tests (Free Anonymous Simple Test) für alle kostenlos und anonym(!) möglich.

Wenn ihr eine Organisation in Deutschland unterstützen wollt: Hier findet ihr Informationen der deutschen AIDS-Hilfe mit Einrichtungen in allen größeren Städten. Eure Spenden sind gerne gesehen. Und sie sind immer nützlich! Manchmal auch das Geld, was ihr durch Zufall in einem Casino gewonnen habt.

Danke!

Euer Christoph, euer Kiritopa.

Geschrieben von Christoph

Mai 16th, 2011 at 4:14 am

Notizen über die Maori

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Nathan spielt Touristen-Erklärbär

Mother Earth and Father Sky

So wie wir Adam und Eva haben, die laut dem christlichen Glauben die Menschheit hervorgebracht haben, und Gott unsere Welt in sieben Tagen erschaffen haben soll, so haben die Maori eine Geschichte von Mutter Erde und Vater Himmel.

Deren (gottgleiche) Kinder wollten irgendwann nicht mehr in der Dunkelheit zwischen Ihrer Mutter und Ihrem Vater leben und haben beschlossen, die beiden auseinander zu „drücken“. Damit schufen sie unsere Erde. Einer der Kinder, den man heute als den Gott des Waldes kennt, wollte seine Mutter nicht frieren lassen und bedeckte sie mit Wäldern und Tieren. Ein anderer Sohn ist heute noch immer noch so verbittert über die Trennung seiner Eltern, dass er in Form von Wind jedes mal über die Erde fegt, wenn sein Vater weint (was wir als Regen kennen).

The Poi and the Tititorea

Tänzerin mit Pois

Maori hatten und haben natürlich auch einiges an Waffen zur Verfügung. Diese werden heute logischerweise nicht mehr wie früher ™ eingesetzt. Der künstlerische Part ist allerdings geblieben. So sieht man auf dem Bild eine Frau mit Pois. Ein Poi ist eigentlich nur eine Kugel mit einer Schnur. In dem Fall besteht der Ball aus irgendwas weichem. Dieser Ball wird während des Tanzens durch die Gegend geschleudert und knallt dann synchron mit allen anderen Mittänzern auf einem Körperteil und macht ein eindringliches „Bum“.

Normalerweise war da nichts weiches in dieser Kugel. Sie bestand aus hartem Stein mit dem die Gegner angegriffen werden konnten. Damit man sich aber selber mit seiner Waffe nicht verletzt, wurde schon Kindern mit diesem Pois beigebracht, wie sie damit umzugehen haben.

Kämpfer beim Tanzen des Haka (Aufwärmtanz vor dem Kampf)

Heute hab ich die Gelegenheit nochmal genutzt und eine weitere Show von Nathan gesehen. Durfte mich also leise in die letzte Reihe schleichen und auch ein bissel filmen, u.a. auch die Frauen, die mit Pois arbeiten. Auf dem Video seht ihr dann auch Stöcker (genannt: Tititorea (Short stick game)), die man sich gegenseitig zuwirft. Damit wurde und wird die Hand-Augen-Koordination trainiert.

Im zweiten Video seht und hört Ihr (ab ca. der Hälfte) die Liebesgeschichte, die sich hier in Rotorua im gewissen Maß tatsächlich so zugetragen hat. Die monströse Männerstimme in diesem Lied ist übrigens Nathan … also der Maori mit dem ich hier seit Freitag unterwegs bin :).

Das soll für den Moment erstmal genügen. Wie findet ihr es? Habt’s ihr Fragen zu Maoris? Immer stellen. Noch bin ich hier und kann es aus erster Hand erfahren.

Kia ora und guten Morgen in die Heimat

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Geschrieben von Christoph

April 12th, 2011 at 6:52 pm

Was stand eigentlich auf der Tagesordnung?

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Ja, das nennt man dann wohl Wochenende. Meine Herren!

Nach dem sonnigen Start in diesen Ort wurde es am Wochenende schlussendlich etwas kühler und verregneter. Also, was tun? Klar … Club, Bar, Pub … was eben da ist.

Ich hatte mich also am Freitag aufgerafft auf der hiesigen Partymeile zu flanieren. Erste Station: Element Bar. Unfreiwilligerweise nannte ich sie den Abend über immer Elements Club. Weiß auch nicht, wo das jetzt herkommt ;).

Also rein da, Bier bestellen (Tui Blond … das geht). Umschauen, Leute beobachten, versuchen nen paar Gespräche mitzubekommen. Okay, aber das reicht ja nicht. Es ist hier allerdings sehr einfach Kontakt zu anderen zu finden. In der Ecke stand ein Billardtisch, klasse. 5 Minuten warten, eine einfache Frage … „May I join the next game?“ – „Sure! … what’s your name dude?“.

So einfach geht das. Man lernt hier wirklich Menschen in einem geradezu rasantem Tempo kennen. Wenn jetzt noch mein Namengedächtnis immer mitspielen würde, dann wäre alles wunderbar. Arthur, Luke, Michael … ja … irgendwie so.
Mit Luke bin ich dann auch etwas mehr in’s Gespräch bekommen. Ein supernetter Engländer, der in UK Agrarwissenschaften studiert und hier ein halbes Jahr Praktikum auf verschiedenen Farmen macht. Mit Luke habe ich mich auch gleich für den Samstag verabredet, eine kleine Kneipentour sollte es werden.

Nachdem Luke letztendlich weg war, habe ich mich dann endlich mal aufgerafft und bin zappeln gegangen … was anderes war’s auch nicht … bin ja jetzt kein Riesen-Fan von Rihanna *rolleyes*
Auf der Tanzfläche habe ich dann längere Zeit mit nem Mädel getanzt, die mich dann irgendwann zusammen mit ihren Freunden fragte, ob wir nicht zum Auto um die Ecke gehen wollen, da sei das Bier eh billiger und Joints kann man da ja eh viel entspannter rauchen.

Disclaimer: Ich habe keinen Joint geraucht, aber dafür muss man sich hier schon ein wenig anstrengen, weil einem jeder dritte oder vierte Typ hier einen andrehen will … wie ich hörte, bauen sie hier das Zeuch selber an, günstig isses also auch noch.

Naja … egal … jedenfalls kommt Anna ursprünglich aus Deutschland, ist hier für ein Jahr Dozentin an der University of Wellington und unterrichtet Deutsch als „Anfängerkurs“. Mit dieser lustigen Runde ging’s dann bis ca. um 5 weiter. Mit Anna und ihrer Schwester bin ich dann etwas schwankend zurück zum Rainbow Hostel. Anna und ich wollten dann eigentlich nochmal die Tanke plündern. Doch … ach … in Neuseeland verkaufen Tankstellen keinen Alkohol. Toll. Im Hostel teilten wir uns dann das letzte Bier und … wie das so ist … redeten über Männer. Keine weiteren Details hierzu, logisch.

Samstag kann man kurz fassen. Ich hab mich mit Luke getroffen, wir haben die Kneipentour auf zwei Kneipen beschränkt und hörten gute selbst gemachte Reggaemusik.

Gestern bin ich aufgrund des besch*** Wetters im Hostel geblieben und habe … ähm … mit einem Dänen, einer Französin und einem Engländer über Europapolitik, die Finanzkrise und den Euro diskutiert. Besser, als jedes Parlament wenn ihr mich fragt.

Der Abend endete am frühen morgen gegen 6. Mit Ian (der Engländer (mal wieder)) habe ich mich noch stundenlang draußen unterhalten. Und zwar über etwas wichtiges: „how to put a dent in the universe“, doch dazu ein andermal etwas mehr (hoffe ich).

Ja, okay. Soviel mal zu einem Wochenende, welches schon aufgrund der Wetterlage nur so enden konnte.

Der geplante Trip zu dem Vulkan ist buchstäblich ins Wasser gefallen, die Wege sind dann geschlossen, weil man doch allzuleicht abrutscht und 300m in die Tiefe „purzelt“.

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Geschrieben von Christoph

April 4th, 2011 at 7:34 pm

Veröffentlicht unter Menschen,Taupo

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Subtropisch meint Regen

mit 4 Kommentaren

Ich habe ja schon ein paar Tage nichts von mir hören lassen. Deswegen nutze ich mal den Sonntag um ein wenig zu quasseln.

Wie ich schon erwähnte, fiel mir der Abschied aus Auckland schon etwas schwer. Gerade auch jetzt, wo ich in einer Kleinstadt sitze, die mit 50.000 Einwohnern über die gesamte Fläche doch recht überschaubar ist. Nichtsdestotrotz gefällt’s mir hier. Es ist praktisch das komplette Gegenteil zu Auckland. Du hast keine hohen Gebäude. Kein Haus ist höher als 2 Etagen. Die „Innenstadt“ besteht aus ca. 6 Straßen und bietet für jemanden, der feiern gehen will zusammenfassend: Gar nichts.

Als ich hier ankam und mich samt Rollkoffer und dick bepackter Tasche auf den Weg zum Backpacker-Hostel macht, musste ich unweigerlich an Google denken und habe mir auf den Weg hier hoch fest vorgenommen ihnen eine Mail zu schreiben und die Angabe von Höhenunterschieden auf den Karten und Routen zu verlangen. Der Weg hier hoch war … ätzend. Oben angekommen war ich allerdings angenehm überrascht. Du hast einen großartigen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge und Wälder. Es ist verdammt ruhig hier und man wird unweigerlich richtig ruhig hier.

Ruhig werden war und ist dann auch meinen Hauptaufgabe hier. Das liegt auch daran, dass es in den letzten 4 Tagen ständig geregnet hat. Keine Chance bei dem Wetter lange Ausflüge zu machen. Die wenigen Sonnenstrahlen, die Neuseeland insgesamt in der letzten Woche gesehen hat, habe ich dann genutzt um mir zumindest die Innenstadt mal näher anzuschauen. Professionelles Spazieren gehen. Wie oben beschrieben … unspannend.

Aber ich habe die Gelegenheit genutzt und meinen Kopf weitestgehend freigemacht. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, fällt mir das hier nicht schwer. Alles, was ich noch so aus Deutschland mitgenommen habe, gedanklich, habe ich versucht abzulegen. Das klappt bis jetzt ganz gut, wenn auch nicht vollständig. An meinen Job denke ich zum Beispiel gerade so Null. An ein paar meiner Freunde und meine Familie dagegen doch um so mehr.

Let’s crack a woody

Manches aus Deutschland vermisse ich sowieso. Neben meinen Freunden. Dazu gehört (und man kann es sich bei mir ja schon denken) gutes Bier und anständig verpreiste Zigaretten. Zum Bier: Alles ist in 0,33 Flaschen und Dosen abgefüllt. Alles ist schwaches Lager-Bier. Jetzt mal nen Warsteiner oder nen Krombacher wäre schon nicht schlecht. Dazu f6 lights für 6 € und nicht Pall Mall für 19$ (ca. 9€) (!!!).

An ein Backpacker-Hostel kann ich mich gewöhnen. Hab zwar nur ein paar Quadratmeter für mich und muss mir Küche, Klo und Dusche teilen, aber dadurch dass ich in einem „Extra“-Häuschen untergebracht bin, habe ich das meiste hier eh für mich. Ansonsten ist natürlich nen Appartement mit 2 Zimmern schon cooler. Aber nur in der Großstadt. Hier wäre sowas eher komisch. So lebt hier eh keiner.

Mit den Leuten hier kommt man im übrigen schon zwangsweise oft und schnell in’s Gespräch. Eine Anekdote kann ich ruhig mal erwähnen. Donnerstag Abend, ich war eigentlich nur müde und wollte schlafen gehen. Naja, Krach auf der Terrasse. Alsdann. Hose wieder an. Die letzten Woodstocks greifen. Woodstock ist Bourbon mit Cola, auch Woody’s genannt. Wenn man das mit jemanden zusammen trinken will, lädt man ihn ein mit den Worten: „Let’s crack a woody!“ :). Okay, Zeug gegriffen, ab auf die Terrasse. 4 Menschen am Party machen, davon ein nettes Mädel inkl. Gitarre und einer atemberaubenden Stimme (ich versuche mal was von ihrer Musik hier zu verlinken). Eine Art „Musiktruppe“ aus Samoa. Teils eine Familie, teils jahrelange Freunde. Die touren seit 2 Monaten durch Neuseeland und spielen auf kleinen Festen und in Schulen und versuchen somit irgendwie die Message „Frieden für alle“ in die Welt zu tragen. Etwas durchgeknallt waren sie schon, aber allesamt nette Menschen. Mit dem letzten Typen, sein Name ist „Tee“ (so war er für mich auch nur noch „Mr. T“), saß ich dann bis 4 Uhr morgens und sprach lange mit ihm über Liebe und andere Katastrophen. Zielführend ist das nicht, aber er konnte mir schon ein wenig aufzeigen, an was ich mal so alles denken sollte. Nicht konkret, eher allgemein. Dich holt mal wieder jemand auf den Boden zurück und betrachtet deine Situation und deine Gefühle mal nüchtern (stimmt hier natürlich nicht mehr ganz).

Genug für den Moment.

Grüße aus dem (gerade mal sonnigen) Whangarei nach Deutschland.
Und der „Uncle“ (einer aus der Truppe) will alle in Hamburg und Münster grüßen, da war er schonmal und das fand er großartig.

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Geschrieben von Christoph

März 27th, 2011 at 7:50 pm

Veröffentlicht unter Fotos,Menschen,Whangarei

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Samstag Abend in Auckland – nastrovje!

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Wochenende in Auckland. Yep, nice 🙂

Phoebe (zu Deutsch: "Fibie" 😉 ) und ich

Gestern Abend (also der Samstag) habe ich mich entschlossen mal die Gegend rund um die Karangahape Road zu „testen“ (<– die heißt wirklich so!). Laut diverser Webseiten soll das die Partymeile sein, besonders für die Damen und Herren vom anderen Ufer. Ziel war die Family Bar.

Auf deren Webseite ist beschrieben, dass du sie nicht verfehlen kannst, denn alles leuchtet und blinkt. Jup, so wars auch. Allerdings waren erstmal nur ein paar Leute da. Was also tun? Klar: Bier kaufen, vor die Tür gehen und eine rauchen. In Neuseeland ist rauchen nämlich genau wie bei uns in allen geschlossenen, öffentlichen Räumen verboten. Wie auch immer … alleine saß ich da nicht lange.

Zwei sehr nette Damen sprachen mich an. Die eine sieht man hier auf dem Bild. Phoebe. Man spricht es als „Fibie“ und Sercola (schlagt mich, ich weiß nicht, wie man ihren Namen schreibt). Die beiden hatten wohl schon etwas getankt. Aber um so lustiger wurden die Gespräche.

Unter anderem erfuhr ich, dass es in Neuseeland einen Vodka names „Christoph“ gibt und ich mich nicht zu wundern brauche, wenn ich desöfteren gefragt werde, ob ich aus Russland stamme. Das passierte drei Minuten später übrigens genau so 🙂

Die beiden haben im übrigen vor bald mal nach Deutschland zu kommen und ich musste ihnen versprechen, ihnen Magdeburg und vorallem Berlin zu zeigen. Zum Geburtstag von Phoebe am Samstag bin ich übrigens auch eingeladen. Leider Gottes werde ich da nicht mehr in Auckland sein. Doch ne SMS bekommt sie auf jedenfall (SMS nennt man in Neuseeland übrigens TXT (logischer, oder?)).

Okay. Volli unter (mittlerweile) 3 verrückten Weibern … ein Klassiker wie ich finde. Es floss Bourbon Cola. In … großen Mengen. Es sollte sich herausstellen, dass das auch die Security gerafft hat und die Mädels vor die Tür gesetzt hat. Die Mischung war natürlich nicht(!) in der Bar erworben worden :). Sie kamen an dem Abend leider nicht mehr rein. Das Foto enstand dann kurz nach dem Rauswurf gegenüber in einem Kebap-Laden der auch Chichapfeifen verleiht. Nach der Aktion gingen die Mädels ihrer Wege und ich zurück in den Club.

Es folgt … ein *schnips* … alles muss ich nun wirklich nicht erzählen. Ein Bild gibt’s trotzdem:

Drag queens gegen 1:30am in der Family Bar

Okay. Gegen 3 war ich dann wieder zuhause  nachdem mir aufgefallen war, dass in Auckland ab 2 Uhr anscheinend 90% der Menschen auf der Straße im Vollrausch sind. Ein paar … nunja … sagen wir … interessante Dialoge (Gespräche konnte man das nicht nennen) auf’m Weg nachhause. Ein Skype-Telefonat mit meiner Mutter und ab in die Heia.

Soviel mal zu Samstag Abend in Auckland.

 

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Geschrieben von Christoph

März 20th, 2011 at 9:22 pm

Veröffentlicht unter Auckland,Menschen

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Die Wohnungsmiete reicht für eine Nacht

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Mal ohne Witz: Aber war es wirklich notwendig, erst zwölf Stunden vorher anzukündigen, dass man nicht streikt, liebe GDL? Immerhin gibt es ja Menschen, die Termine haben, die nicht verschoben werden können. Z.B. Flüge.

So hatte ich mich also entschlossen, der GDL ein Schnippchen zu schlagen und bereits einen Tag früher in Frankfurt anzureisen. Eigentlich kein Problem: Rail&Fly Ticket galt eh bereits einen Tag vorher und ein Zimmer für eine Nacht sollte wohl auch zu bekommen sein. Falsch! Also, nicht ganz, aber fast falsch. Die erste Suche nach Hotels in Frankfurt führte zu Zimmern ab 350 € aufwärts. Dass es sich dabei um einen Fehler meinerseits handeln könnte (Zeitraum falsch augesucht, etc.) bewahrheitete sich leider nicht. In Frankfurt ist ab heute Messe.

Wer also etwas über Baddesigns und Klimatechnik erfahren möchte, der finde sich bitte auf der ISH ein. Die sorgte in meinem Fall für exorbitante Zimmerpreise. Keine zehn Pferde lassen mit 400 € für eine Nacht in einem Hotel ausgeben. Eher schlafe ich auf’m Bahnhof.

Die Rettung nahte in Form einer Isomatte und Schlafsack, die ich über couchsurfing.org gefunden hatte. In einem netten, idyllischen Vorort von Frankfurt. Hier in Langen sitze ich nun bei Carsten auf’m Bett und höre soeben „Kaffee ist fertig“.

Nachher geht’s wieder zurück nach Frankfurt und dann ab nach oben.

Ich melde mich wieder!

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Geschrieben von Christoph

März 16th, 2011 at 11:17 am

Veröffentlicht unter Menschen,Vor der Reise

mit 3 Kommentaren