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Eine Neuseeland-Reise und das Leben danach

Die Idee der zwei Gruppen

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Es gibt sie noch. Die kreativen Menschen, denen ich Ideen erzählen kann und die sofort verstehen. Es gibt sie noch. Die fest in Bahnen eingefahrenen Menschen, die auf eine neue Idee entweder mit Unverständnis in ihren Blick oder mit nett gemeinten Kommentaren ala “Joar, das klingt gut. Du schaffst das schon Volli” reagieren. Die Verwandtschaft von Nett und Scheiße brauche ich nicht näher erläutern oder?!

Da stellt sich mir nur jetzt die Frage: Auf welcher Seite stehe ich eigentlich?

Hättest du mich vor – sagen wir – zwei Jahren gefragt, die Antwort käme wie aus der Pistole geschossen: Ich saugte jede Idee in mich auf, versuchte sie einzuordnen. Wie kann diese Idee auch mir helfen? Wie könnte sie ein Geschäft werden? Was brauchen wir alles um diese Idee umzusetzen? Wer hilft? Und auch manchmal ein einfaches: “Nein, wie geil ist *das* denn?”

All das wäre sofort in meinen Kopf geschossen. Ich war Unternehmer, und zwar im eigentlichen Sinne des Wortes. Unternehmer sind Menschen, die etwas von niedriger Güte in etwas von höherer Güte umwandeln. So habe ich das auch immer verstanden.

Schnellvorlauf in die Gegenwart. Erzähle mir eine Idee und ich höre immernoch zu. Aber nicht mehr mit dem Leuchten in den Augen, welches ich früher hatte. Völlig überrationalisiert zerkloppe ich schon im Kopf die Idee in ihre einzelnen, schwachen und damit leicht zerstörbaren Einzelteile. Danach knöpf ich mir die Elemente vor und hinterlasse nur noch Abfall. In die zweite Gruppe von Menschen gerutscht. Die Menschen, die ich verachtet habe. Denen ich innerlich vorgeworfen habe, an ihrer beschissenen Situation wesentlich mehr als nur “nicht ganz unschuldig” zu sein. Ekelhaft.

Das war jetzt eine flache, nicht besonders detailreiche Ausführung des Ist-Zustand.
Soll-Zustand: zurück in die erste Gruppe. Mit dem gleichen Elan wie damals. Und mit logischerweise mehr Wissen, das lohnt sich doch.
Vielleicht nicht als Unternehmer, wie ihn deutsche Behörden verstehen. Sondern als Unternehmer, wie ich ihn oben geschildert habe.

Für einen Unternehmer ist doch die Frage, ob und wenn ja was für eine Firma er hat, völlig nebensächlich. Er ist auch ohne Gewerbeschein waschechter Unternehmer.

Wir werden sehen, wie sich dieser Soll-Zustand wieder erreichen lässt. Das hat mit Neuseeland im übrigen nur bedingt etwas zu tun.

Und schreibst euch hinter die Ohren. Wenn ihr noch auf der richtigen Seite seid, dann versucht alles um da zu bleiben.
Wenn ihr schon oder vielleicht schon immer auf der dunklen Seite gewesen seid, dann lass uns drüber reden. Wir müssen hier weg und das ganz schnell. Das ist einer der “Wege in den Ruin”.

Hochachtungsvoll,

Christoph

Geschrieben von Christoph

9. November 2011 um 17:48

Veröffentlicht unter Gedanken

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