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Eine Neuseeland-Reise und das Leben danach

Archiv für den Monat Mai, 2011

Quiet Christchurch

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Ein paar Worte vorneweg:

Nein, ich habe nicht einfach drauf los geschossen. Ich habe gestern bei meinem ersten Spaziergang durch Christchurch überlegt, ob ich es überhaupt fotografieren soll. Ja. Man sollte es fotografieren. Als Dokument.

Hiermit dokumentiere ich den Zustand vom 28.05.2011 und vergesse doch die schönen Seiten des heutigen Tages nicht.

Die Menschen hier wirken alle sehr ruhig, die Stadt (damit meine ich den CBD) ist fast leer. Vielleicht ein paar Hundert Menschen insgesamt. Habe von einigen gehört, dass sie wegziehen wollen. Viele haben durch das Beben und die Schäden die die Nachbeben angerichtet haben, ihren Job verloren. Der komplette Stadtkern ist abgeriegelt. Es spielt also keine Rolle, ob das Gebäude in dem man arbeitet noch intakt ist. Der Bereich ist dicht.

An vielen Stellen wurde auch bereits aufgeräumt und vereinzelt wird auch schon wieder neu gebaut. Aber ein Großteil der beschädigten Gebäude scheint einfach nur verlassen zu sein und wartet auf eine andere Verwendung, den Abriss oder die Sanierung.

Geschrieben von Christoph

Mai 28th, 2011 at 7:33 pm

Veröffentlicht unter Christchurch,Fotos

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Zum Aktualisieren loslassen…

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Hallo Dunedin,
Du kannst ja nichts dafür, aber ich bin in einer Art Ruhezustand.
Jetzt war ich zwar da und doch habe ich dich so gut wie garnicht erkundet. Ich finde dich langweilig, Dunedin.

Das ist im Prinzip nicht schlimm. Vielleicht habe ich so einiges hier verpasst. Aber eigentlich ist das nicht so wichtig im Moment. Nachdem ich hier nun seit 10 Wochen durch das Land reise, Menschen treffe, die schönsten Plätze der Erde sehe und letztlich mein Leben gedanklich umkrempele ist es nun Zeit einfach mal die Klappe zu halten und Ruhe zu bewahren.

Es dürfte für die meisten ja nicht so überraschend sein. Nach dem gedanklichen Aufräumen und Ausmisten steht nun eine fast leere Kopfwohnung da. Das meiste ist ohne große Not aus dem Fenster geschmissen worden. Manches habe ich etwas wehleidig dem Sperrmüll übergeben, in der Hoffnung, andere können mit den Gedanken noch etwas anfangen.

Ein paar Dinge habe ich gestern einem Künstler übergeben. Ben wohnt seit 10 Jahren im abwechselnd in Berlin Xberg und in Dunedin. Eigentlich hat er den Rest der Welt schon gesehen und ist doch dabei ruhig und gelassen wie ein Baby. Es ist ihm nichts wichtig, wirklich garnichts. Weder seine Kunst, noch sein Geld, noch sein Wohnort. Er sagt, dass er es einfach alles so akzeptiert wie es ist. Er mag seine Kunst nicht, aber die Leute scheinen ihn zu feiern. Mit ihm durch Dunedin laufen ist fast schon nervig, weil ihn jeder hier kennt. Aber das geht in Ordnung. Er sagt nur immer wieder dasselbe: Es interessiert ihn nicht. Es stört ihn nicht und es freut ihn nicht. Er bleibt dabei gefühllos.
Ich ertappe mich dabei, wie ich ihn immer wieder die gleichen Fragen stelle. Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass einem das alles egal ist. Aber er wird nicht müde, es zu betonen.
Nach unserem treffen gehe ich spazieren. Es ist eigentlich schon Nacht und ich bin müde. Aber die Gedanken kreisen mal wieder. Ihm ist nichts wirklich wichtig. Mir schon. Ich bin mir selber wichtig. Dazu gehört der Ort an dem ich mich aufhalte, die Menschen mit denen ich mich umgebe und das, was ich den ganzen Tag so tue. Ich bin nicht mehr bereit an diesen drei Punkten größere Kompromisse einzugehen.

Wenn mir Personen, die mich umgeben, auf den Sack gehen werde ich nicht mehr politisch korrekt lächeln um die Situation friedlich enden zu lassen. Ich werde gehen.
Wenn mir ein Ort mit Langweile oder schlimmer noch mit „Naja, es ist ja eigentlich ganz nett hier“ entgegenschlägt, werde ich ihn verlassen.
Wenn mir eine Arbeit keinen Spaß macht oder ich keinen Sinn darin sehe, bis auf dass sie meinen Kühlschrank füllt, werde ich den Stift zur Seite legen und was anderes machen.

Schöne Vorsätze für’s neue Jahr, oder?

Ich grübele hier schon eine ganze Weile. Langsam ist’s dann wohl auch genug. Genug mit dem Grübeln, wie und wann man das alles möglichst ohne große Krisen in eine richtige Bahn lenkt.

Manches ist einfach nicht mehr zu retten.

Zum Aktualisieren muss ich loslassen.

Geschrieben von Christoph

Mai 26th, 2011 at 6:23 pm

Veröffentlicht unter Dunedin,Gedanken

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Queenstown -> Dunedin

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Diesmal wieder mit dem Bus unterwegs.
Viereinhalb Stunden Fahrt. Ik freu mir schon en Loch in Bauch …


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Geschrieben von Christoph

Mai 23rd, 2011 at 6:47 am

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Milford Sounds

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Geschrieben von Christoph

Mai 22nd, 2011 at 5:38 pm

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Herbst in Arrowtown

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Ich habe einen kleinen Herbstspaziergang in Arrowtown gemacht. Eine kleine Stadt (3.000 Einwohner), die damals während der Goldgräber-Zeit entstanden ist. Neckisch sanierte Häuser, wenig Menschen, kalte Luft, tolle Landschaft. 🙂

 

Etwas außerhalb der Reihe: Ein kleines Haus, welches mich irgendwie fesselte. Nr. 53.

Bilder aus den Milford Sounds sind auch schon hier. Aber die liefere ich euch dann morgen … oder übermorgen … oder … wenn ich Lust habe 🙂

Liebe Grüße!

Geschrieben von Christoph

Mai 21st, 2011 at 8:47 am

Veröffentlicht unter Fotos,Queenstown

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Zu schnell…

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Die Wolken bewegen sich zu schnell. Nicht nur für meine Kamera. Auch für mich. Manchmal glaube ich, dass sie das meiste viel zu schnell bewegt. Das will ich hier dokumentieren. Natürlich kann ich eine Kamera dazu bringen empfindlicher zu agieren. Ich kann die ISO-Zahl höher drehen. Damit die Belichtungszeit etwas runternehmen um den wirklichen Moment einzufangen. Aber verursache damit (bei dieser Kamera) ein höheres Rauschen.

Was ist Deine ISO-Zahl? Ab wann wird bei Dir das Rauschen sichtbar, ab wann zu stark? Wie viel kannst Du hinterher noch mit Photoshop retten? Und wie groß muss eigentlich Deine Belichtungszeit sein, damit Du etwas erkennst? Was kannst Du mit Deinem Schwarz-Weiß-Denken noch retten? Wann ist Dein Mondlicht einfach zu dunkel, um Deine Umgebung ohne Taschenlampe wahrzunehmen?

Geschrieben von Christoph

Mai 18th, 2011 at 3:32 am

Tue Gutes und rede darüber…

mit 5 Kommentaren

Ich weiß dass das nicht allzu beliebt bei manchen Menschen ist, aber ich mache es trotzdem.

Ich tue etwas Gutes und ich werde darüber reden. Und zwar über folgendes:

Ein Abend im Casino. Das darf und soll man nie machen! Ich habe es trotzdem getan. Das erste mal in meinem 24-jährigem Leben. Roulette? Zu ungenau. Black Jack? Ich nehm‘ die Nutten! (<- Danke Bender) Poker? Joar … warum eigentlich nicht. Das kannst du wenigstens einigermaßen.

Sit’n’Go cash table – 100$ Buy-in. „Okay. 100$. Nicht mehr … Mr. Fullman! Nicht einen CENT mehr für Spiele!“.

Nach einer halben Stunde und zwei gespielten Händen. 260$. Nicht schlecht. Die Twitter-Antwort-auf-Frage: „Ich sollte jetzt aufhören.“

Hab’s nicht getan. 4 Bourbon-Cola und ein paar Spieler mit Re-buys … manche auch gerne mal mit 200$ … später: Ich sitze alleine am Tisch. Alle gegangen. Okay, nur der Dealer saß noch da. Er griff nach dem Geld und wechselte eifrig die Chips. Ein 500$ Chip flog auf meinen Platz. Am Schluss hatte ich: 726$. Abzüglich der 100$ Buy-in sind das 626 Kiwi-Dollar! „w000t?“ …

Ich fühlte mich … super. Meine Herren war das toll. Meine Herren. Mein verdammten, verfluchten, verf*ckten HERREN war das geil.

Zwei Minuten später. Ich stand auf dem Casino-Balkon. Und dachte nach. Was habe ich hier gerade getan? 100$ durch Zufall in 3 Stunden zu 726$ verwandelt. „Machste dit jetzt öfters Volli?“ schoss mir durch den Kopf. Danach: „Nein, dit machste net. Du  machst jetzt mal wat für den Rest… wird mal wieder Zeit“.

Dieses Geld geht komplett an die NZAF, die New Zealand AIDS Foundation. Diese Organisation hilft nicht nur Menschen, die HIV-infiziert sind oder AIDS haben. Diese Gruppe sorgt auch dafür, dass jeder in Neuseeland einen kostenlosen Test auf HIV, Syphillis und Hepatitis C bekommt. So oft er will und es braucht. Auch ich habe diesen Test hier schon gemacht. Warum das so wichtig ist? Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie infiziert sind. Sie leben weiter und stecken andere an. Nicht aus böser Absicht. Sondern, weil sie sich nicht haben testen lassen.

Diese Organisation macht sog. FAST-Tests (Free Anonymous Simple Test) für alle kostenlos und anonym(!) möglich.

Wenn ihr eine Organisation in Deutschland unterstützen wollt: Hier findet ihr Informationen der deutschen AIDS-Hilfe mit Einrichtungen in allen größeren Städten. Eure Spenden sind gerne gesehen. Und sie sind immer nützlich! Manchmal auch das Geld, was ihr durch Zufall in einem Casino gewonnen habt.

Danke!

Euer Christoph, euer Kiritopa.

Geschrieben von Christoph

Mai 16th, 2011 at 4:14 am

Lake Wakatipu

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Geschrieben von Christoph

Mai 15th, 2011 at 7:29 pm

Veröffentlicht unter Fotos,Queenstown

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Wellington -> Queenstown in Bildern

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Ein paar Schnappschüsse dieser Kurzreise 🙂

Der erste Eindruck von dieser Gegend hier ist einfach zu … unrealistisch. Aber seht selbst.

Ich möchte übrigens erwähnen, dass für mich eine Flugreise immer noch etwas ganz besonderes darstellt. Das unglaubliche Gefühl, welches Deine Magengegend trifft nach dem das Flugzeug auf die Startbahn gerollt ist und mit voller Kraft beschleunigt. Das flaue Empfinden, wenn das Flugzeug 2 Minuten nach dem Start richtig Höhe gewinnt und der Kaffee, der dir nach zwei Schluck wieder klar macht: Flugreisen werden nie deine Lieblingsbeschäftigung werden.

Einen letzten Blick auf die Stadt riskieren, in der man anderthalb Wochen war. Daran denken, wen man so kennengelernt hat. Wie viel Spaß man hatte, wie traurig man war, wie unglaublich verängstigt man sein kann. All das. Bis man seine 17.000 Fuß erreicht hat. Dann schaut man wieder geradeaus.

Geschrieben von Christoph

Mai 14th, 2011 at 2:35 pm

Wellington -> Queenstown

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Heute mal ohne eine Route. Google Maps kann leider keine einfache „Linie“ darstellen, die über das Land geht. Zumindest habe ich nicht rausgefunden, wie das geht.

Das wird aber die ungefähre Route werden. 🙂

Alsdann … Flug ANZ5403 – Start: Sat 9:40am – Landung: 11:35am

Reisedauer im Vergleich zum Bus? Ca. 14 Stunden vs. 1:55 Stunden

 

Geschrieben von Christoph

Mai 13th, 2011 at 5:12 pm

Veröffentlicht unter Queenstown,Wellington

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