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Eine Neuseeland-Reise und das Leben danach

Archiv für den Monat April, 2011

Rotorua -> Napier

mit 3 Kommentaren

Geschrieben von Christoph

April 29th, 2011 at 7:57 pm

Veröffentlicht unter Fotos,Napier,Rotorua

mit 3 Kommentaren

Just a down to earth guy

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Don’t tell me that you’re a so-called „down to earth“ guy. Having a day job, a house, and a few normal hobbies doesn’t make you „down to earth“.

Down to earth – auf dem Boden geblieben. Auf dem Teppich geblieben. Das bin ich auch. Die Frage ist nur, ob Dein Teppich fliegt (frei nach Rainald Grebe).

Es erinnert mich manchesmal an Lebensläufe, wo Menschen hineinschreiben, dass sie selbstständig arbeiten können und teamfähig sind. Na ACH! Da bin ich aber schwer beruhigt, dass ich Dir nicht jedes mal auf’s neue sagen muss, was zu tun ist. Im Ernst: Wenn wir das nicht könnten, selbstständig arbeiten, dann wären wir in so gut wie jedem Job falsch.

Genauso verhält es sich mit dem „down to earth“ Typ. Natürlich bist du das. Wer will schon einen abgehobenen Spinner kennenlernen, der sein Leben lieber oben in einem Schloss verbringt und den Blick für Wesentliches längst gegen Bad-Armaturen aus Gold und der schwarzen American Express eingetauscht hat.

Sag mir nicht, dass du auf dem Boden geblieben bist. Erklär mir lieber, wie du so über diesen Boden läufst. Mir kann es ja schnuppe sein, ob du auf dem Boden bist, wenn du da eh nur rumstehst. Dann setz dich lieber auf den fliegenden Teppich, da kommst du wenigstens ohne Mühe voran.

Auf dem Boden geblieben heißt ja leider auch, dass man selber laufen muss. Das ist, und wer weiß das nicht, der schwierigere Teil dieser Kür. Wir haben das zwar gelernt aber verlernen es auch gerne, wenn wir dann das symbolische Auto unterm Hintern haben. Das Auto steht für die Bequemlichkeiten und Glücksfälle, die wir haben. Wir ruhen uns aus. Das ist per se natürlich mitnichten verkehrt. Aber wir verlieren dann allzu oft den Blick für’s Wesentliche. (Die 5$ sind bereits im Phrasenschwein).

Wenn ich, wie vor einigen Tagen, dann einen Typen kennenlerne, der mir vorher großspurig etwas von „down to earth“ erzählt und dann anfängt unentwegt über seinen tollen Job mit dem Haufen Kohle erzählt. Mir klarmacht, dass er 3 Autos vor der Tür hat und mit seinem 27 jahren bereits 34 Autos hatte. Dass davon 10 Wagen ein deutsches Modell waren. Genauer gesagt: Porsche und Mercedes Benz mit hohem Buchstaben vor der Zahl. Der mir dann allen Ernstes klarmacht, dass ich unbedingt eine Weltreise machen müsste, weil ich ja sonst eher wenig über diese Welt weiß. Dem die Vorstellung abhanden gekommen ist, dass das vielleicht manchmal am Geld scheitern könnte und dass das fehlende Geld nicht in die Villa investiert wurde. Der mich damit dermaßen in Rage bringt, dass ich total vergessen habe, wie diese Sätze hier angefangen haben und ich damit wenig Chance habe, den richten Abschluss zu finden. Solch ein Typ … ist nicht „down to earth“.

Da schätze ich doch die Menschen, die hier mit fast null Kröten durch die Landschaft backpacken und sich eher einen Kopf darum machen, wie sie möglichst viele interessante Menschen kennenlernen und wahnsinnig aufregende Dinge erleben anstatt sich für 220$ 20 Sekunden lang den Sky Tower runterzustürzen und zuhause zu erzählen, dass Neuseeland das geilste Abenteuer war.

You are „down to earth“, my friends. And I love it!

Kia ora

P.S.: Ich weiß selber, dass das alles zu wirr war. Aber ich musste es einfach mal runtertippen. Weiter geht’s…

Geschrieben von Christoph

April 26th, 2011 at 7:15 pm

Veröffentlicht unter Gedanken

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Und komm mir nicht mit Geld…

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Wenn Du nur eine Sache in deinem Leben ändern könntest, nur eine: Welche wäre das?

Welche Sache geht dir dermaßen auf die Ketten oder hält dich davon ab dein Leben zu leben, wie du das willst?

Welche Sache hätte den größten Einfluss auf dein Leben? Mittelbar oder unmittelbar.

Wenn du länger als ein paar Minuten darüber nachdenkst, kommst du sicherlich drauf.

Und wenn du sie „identifiziert“ hast, wie kannst du sie ändern oder was kannst du tun, damit sie sich selber ändert?

Schöner Allgemeinplatz, findet ihr nicht? 🙂

Für Nathan, mit dem ich hier in Rotorua wohne, ist das seine Schwester. Er lebt seit 8 Jahren mit ihr in einem Haus. Die Eltern leben in Australien bei der Großmutter, aus Gründen. Die Hintergründe sind vielleicht etwas verworren. Aber die Situation ist nun folgende:

Als sie beide gemeinsam in ein Haus gezogen sind, war Nathan 18 und sie 13 Jahre alt. Daraus ergab sich zwangsläufig eine Beziehung, die eher der Vater-Tochter-Beziehung ähnlich ist. Das ging auch in Ordnung, solange sie jung war. Heute ist sie 21 und die Beziehung hat sich geändert. Vater-Tochter ist vorbei. Aber die Abhängigkeit nicht.

Er arbeitete als Touristenführer in Te Puia und mittlerweile als Sänger und Tänzer. Außerdem verdient er mittlerweile auch als Selbstständiger Geld, in dem er Maori-Kostüme entwirft und tonnenweise Pois herstellt. Das ist das, was er machen will. Jetzt und hier. Aber da ist mehr. Hawaiianische Tänze, deren Kultur, etc.

Was hält ihn ab? Eine Abhängigkeit, die er lösen muss. Die zu seiner Schwester. Und zwar nicht von seiner Seite, sondern von ihrer. Sie arbeitet auch ab und an als Tänzerin und Sängerin, aber ein paar mal pro Woche reicht eben nicht aus um das Leben zu „finanzieren“. Es reicht um seinen Teil zur Miete beizutragen.

Sie möchte nicht akzeptieren dass es Zeit ist, ein eigenes Leben zu starten. Nicht nur für sie ist das wichtig, sondern genauso für ihn. Es ist einfach zu bequem und manchmal ist er einfach zu … nett und nachsichtig.

Der Weg, die Lösung? Drastisch … vielleicht. Er geht im September nach Australien. Aus zwei Gründen.

Der erste und wichtigste: Seine Schwester bleibt hier und wird geradezu gezwungen ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Der zweite: Neuseeländer sind für Australier, was viele Polen für Deutsche sind. Billigarbeiter. In Australien verdient man sehr viel mehr Geld als hier. Das Leben ist dementsprechend teurer. Also gehen Neuseeländer „rüber“ und arbeiten für ein paar Monate dort. Um Geld zu verdienen. Und das mit Knochenjobs, die Australier eher ungern machen. Klingelt’s? Spargelstechen anyone? Wohl bekomm’s!

Danach geht’s für ihn weiter nach Hawaii. Und was dann kommt, wird man wohl sehen.

Was ich hier in einer etwas klatsch- und tratsch-artigen Weise beschrieben habe, ist ein Beispiel für einen einzelnen „Punkt“ in deinem Leben, der dich davon abhält, das zu tun was du willst.

Das war zwar nicht mein eigener Punkt, aber ich bin noch am „identifizieren“. Ehrlich!

Kia ora und schöne Ostertage meine Freunde.

P.S.: Keine sollte glauben, dass ich die Schwester dafür verurteile. Ich kenne auch genug Menschen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise weigern, ihr Leben vollständig in die Hand zu nehmen. Und ich schätze sie trotzdem.

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Geschrieben von Christoph

April 23rd, 2011 at 11:27 pm

Veröffentlicht unter Gedanken,Rotorua

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random pics

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Geschrieben von Christoph

April 21st, 2011 at 6:21 pm

Don’t let them drive you like a car…

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Danke And One für diese wunderbare Musik!

Es ist abermals And One – Shining Star

Geschrieben von Christoph

April 14th, 2011 at 6:10 pm

Veröffentlicht unter Gedanken,Rotorua

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Lakes around Rotorua and the real paradise

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Hat jemand Interesse, ein kleines Stück vom echten Paradies zu sehen?
Dann bitteschön 🙂

Das echte Paradies liegt in der Kotukutuku Bay am Lake Tarawera. Falls jemand danach suchen sollte. Es ist mit Abstand das schönste Fleckchen Erde das ich in meinem Leben je sehen durfte.

Und bevor jemand fragt: Ich bin weder rechts dicker geworden, noch habe ich eine drauf bekommen. Es sind einfach nur Zahnschmerzen und die korrespondierende Hamster-Schwellung. 🙂

Danke an Rae und Nathan für diesen tollen morgendlichen Ausflug.

Kia ora

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Geschrieben von Christoph

April 14th, 2011 at 10:32 am

Veröffentlicht unter Fotos,Rotorua

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Notizen über die Maori

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Nathan spielt Touristen-Erklärbär

Mother Earth and Father Sky

So wie wir Adam und Eva haben, die laut dem christlichen Glauben die Menschheit hervorgebracht haben, und Gott unsere Welt in sieben Tagen erschaffen haben soll, so haben die Maori eine Geschichte von Mutter Erde und Vater Himmel.

Deren (gottgleiche) Kinder wollten irgendwann nicht mehr in der Dunkelheit zwischen Ihrer Mutter und Ihrem Vater leben und haben beschlossen, die beiden auseinander zu „drücken“. Damit schufen sie unsere Erde. Einer der Kinder, den man heute als den Gott des Waldes kennt, wollte seine Mutter nicht frieren lassen und bedeckte sie mit Wäldern und Tieren. Ein anderer Sohn ist heute noch immer noch so verbittert über die Trennung seiner Eltern, dass er in Form von Wind jedes mal über die Erde fegt, wenn sein Vater weint (was wir als Regen kennen).

The Poi and the Tititorea

Tänzerin mit Pois

Maori hatten und haben natürlich auch einiges an Waffen zur Verfügung. Diese werden heute logischerweise nicht mehr wie früher ™ eingesetzt. Der künstlerische Part ist allerdings geblieben. So sieht man auf dem Bild eine Frau mit Pois. Ein Poi ist eigentlich nur eine Kugel mit einer Schnur. In dem Fall besteht der Ball aus irgendwas weichem. Dieser Ball wird während des Tanzens durch die Gegend geschleudert und knallt dann synchron mit allen anderen Mittänzern auf einem Körperteil und macht ein eindringliches „Bum“.

Normalerweise war da nichts weiches in dieser Kugel. Sie bestand aus hartem Stein mit dem die Gegner angegriffen werden konnten. Damit man sich aber selber mit seiner Waffe nicht verletzt, wurde schon Kindern mit diesem Pois beigebracht, wie sie damit umzugehen haben.

Kämpfer beim Tanzen des Haka (Aufwärmtanz vor dem Kampf)

Heute hab ich die Gelegenheit nochmal genutzt und eine weitere Show von Nathan gesehen. Durfte mich also leise in die letzte Reihe schleichen und auch ein bissel filmen, u.a. auch die Frauen, die mit Pois arbeiten. Auf dem Video seht ihr dann auch Stöcker (genannt: Tititorea (Short stick game)), die man sich gegenseitig zuwirft. Damit wurde und wird die Hand-Augen-Koordination trainiert.

Im zweiten Video seht und hört Ihr (ab ca. der Hälfte) die Liebesgeschichte, die sich hier in Rotorua im gewissen Maß tatsächlich so zugetragen hat. Die monströse Männerstimme in diesem Lied ist übrigens Nathan … also der Maori mit dem ich hier seit Freitag unterwegs bin :).

Das soll für den Moment erstmal genügen. Wie findet ihr es? Habt’s ihr Fragen zu Maoris? Immer stellen. Noch bin ich hier und kann es aus erster Hand erfahren.

Kia ora und guten Morgen in die Heimat

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Geschrieben von Christoph

April 12th, 2011 at 6:52 pm

He ao, he ao, he ao tea roa

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A cloud, a cloud, a long white cloud

Ich hätte jetzt ganz viel zu schreiben. Aber ich will jetzt nicht. Trotzdem bekommt ihr hier jetzt mal einen Haufen Bilder.

Nur soviel: Bin seit Freitag mit einem Maori namens Nathan unterwegs, der mir hier alles zeigt, mir die Kultur erklärt und mich zu zig Sachen eingeladen hat. Ihr findet Ihn auch auf manchen Bildern ;). Ich muss es noch ausführlich beschreiben. Aber will jetzt erstmal wieder raus.

Viel Spaß beim Ansehen.

Kia ora.
(Good life and good health to you)

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Geschrieben von Christoph

April 11th, 2011 at 6:54 pm

Veröffentlicht unter Fotos,Rotorua

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Dein Produkt bist Du selbst

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Wow. Okay, die Zeit in Taupo war wirklich aufregend. Wahnsinn, wie viele Menschen man in anderthalb Wochen kennenlernen kann. Also: Natürlich nicht wirklich kennenlernen. Aber rege austauschen über die Welt, die Reisen, wo man her kommt, was man hier macht, was man normalerweise macht.

In einem Satz: „Sit down. Let’s socialize at bit.“

Und was dann immer kurz danach folgt: „Hey dude, what’s your story“. An dieser Stelle klingelt es immer im Kopf. Die Frage erinnert mich an eine Session auf dem Barcamp Braunschweig von Kai Thrun.

Eigentlich ging es dabei um Produkte. Aber die Quintessenz ist eigentlich eine andere. Du selbst bist ein Produkt. Natürlich kein Produkt an dem man einen Preis pappen kann und zum SSV 20% Rabatt gibt, aber auf jedenfall ein Produkt.
Ein Produkt ist ja, wenn man mal von der mathematischen Seite heran tritt, eine Größe die aus mehreren Einzelgrößen entstanden ist.

Ihr könnt es euch schon denken: Die mehren Einzelgrößen tragt ihr alle in euch. Da sei zunächst gegeben: Deine eigene und definierte Persönlichkeit, Deine Seele, Dein Wissen, Deine Erfahrung, Deine Gefühle, Dein Aussehen und noch so einige Größen mehr. Bleiben wir mathematisch:

Persönlichkeit x Seele x Wissen x Erfahrung x Gefühle x Aussehen = Du!

Nehmen wir mal weiterhin an, dass nicht jede Größe in dieser Formel größer als 1 ist. Darin besteht nämlich der Trick meines Gedankens:

Selbst wenn Du meinst, dass Du bspw. nicht allzu viel Erfahrung hast, wie das bei mir und aus logischen Gründen bei den meisten jungen Menschen der Fall ist, dann kannst Du das mit Persönlichkeit wett machen.

Das funktioniert natürlich jetzt nicht mit jedem Faktor von dort oben. Wer zum Beispiel ein Voll-Arsch ist, bekommt das auch mit noch so viel Wissen nicht weg, in meinen Augen. Andere werden das anders sehen. Das kommt, ganz nebenbei, immer dann vor wenn Du Dich mit einem guten Freund hinsetzt und ihr euch beide anheult warum Frauen/Männer eigentlich immer die Blödmänner zum Freund wählen (Ist ja Quatsch … aber mit 15 muss man das nicht wissen 😉 ).

Jedenfalls kommt es darauf an, dass Du stolz auf die Faktoren bist, die Dein Produkt erst zu etwas großem machen (auch im mathematischen Sinne).

Mich hat hier noch keiner gefragt, ob und wenn ja welche Ausbildung ich hätte, ob ich Abitur gemacht habe oder sonstwas. Wenn Du sagst, dass Du Selbstständig bist, dann finden das die Menschen an sich einfach „cool“ und stellen Dich nicht wirklich in Frage. Das ist natürlich oberflächlich, weiß ich auch, aber es ist ein Anfang.

Im weiteren Gespräch lernt man den anderen ja alleine schon deshalb besser kennen, weil die Themen wechseln. Da kommt Europapolitik genauso vor wie die Frage, wie es sich als Schwuler eigentlich in Deutschland so lebt.

Gut … was wollt ich eigentlich sagen? …

Ach ja, das wars:

1. Wenn Du Angst hast, was Dich selbst betrifft: Erzähl den Leuten vom größtem Faktor in Deinem Produkt.
2. Erzähle auch vom Rest: Dein Produkt (Du!) ergibt sich nur so komplett.
3. Im Gegensatz zum Einzelhandel sind Menschen, die sich ein „SALE“ an den Kopf kleben nicht interessant.
4. Everybody has a story! Really! Believe me!

Herzlichst,
euer Therapeut für die wirklich ganz leichten Fälle.

P.S.: Und solltest Du das Gefühl haben, dass die meisten Faktoren bei Dir eher im Minus stehen. Tröste Dich: Minus mal Minus ergibt Plus 😉

Geschrieben von Christoph

April 7th, 2011 at 7:03 pm

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Taupō -> Rotorua

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Geschrieben von Christoph

April 7th, 2011 at 5:22 pm

Veröffentlicht unter Rotorua,Taupo

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